Grenzlerbuam Ratzing

2015

 

 
Grenzlerbuam-Vorstand Erwin Stockinger begrüßt und moderiert vor der großen Besucherkulisse. − Fotos: Draxinger
 

Grenzlerbuam-Vorstand Erwin Stockinger begrüßt und moderiert vor der großen Besucherkulisse. − Fotos: Draxinger

 

Waldkirchen. Weihnachten ist die Zeit, in der die Lieder tiefer in die Seele dringen, sagt man. Für die "Weihnacht am See", seit Jahren schon organisiert und inszeniert vom Trachtenverein "Grenzlerbuam Ratzing" sowie unentgeltlich interpretiert von verschiedenen Musik- und Sängergruppen für den guten Zweck, gilt das ganz besonders. Und daran hat auch die malerische Seekulisse, wo sich der Nebel gerade unter dem klaren Sternenhimmel aufgelöst und wo die Bläsergruppe der Waldkirchner Stadtkapelle soeben ihren ersten Auftritt hat, gewiss ihren maßgeblichen Anteil.

Waldkirchens 1. Bürgermeister Heinz Pollak begrüßt Grenzlerbuam-Vorstand Erwin Stockinger, Vorstände benachbarter Trachtenvereine, dankbar auch auftretende Sänger/innen und Musikanten, vereinsinterne Organisatoren und Helfer und nicht zuletzt auch heuer wieder eine große Besucherschar. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr entbietet auch der Bürgermeister und dann steht schon die Gruppe "Pomp-A-Dur" mit "Schaut´s enk um, ihr liab´n Leit" an den Mikrofonen. Schöne Stimmen haben sie, die drei Damen aus Ortenburg, heuer erstmals dabei und später nochmals auftretend, und die traditionelle Volksmusik sowohl für kirchliche Anlässe wie auch im Wirtshaus im Repertoire haben, dort allerdings nur mit männlicher Begleitung auftreten.

Über authentisches und ursprüngliches Liedgut verfügen die "Müller Buam".
 

Über authentisches und ursprüngliches Liedgut verfügen die "Müller Buam".

 

Weihnachtliche Lieder und Melodien bieten auch Johanna und Franziska Freund mit ihren Harmonikas sowie immer wieder die gesamte Freund-Familie etwa mit "A Weihnacht, wie es früher war" oder mit dem "Brief ans Christkindl", den der Max Freund zur instrumentalen Begleitung der gesamten Familie vorträgt. Dabei sind auch wieder die tieferen Stimmen des "Dreiflüsse Zwoagsang", die "Müller Buam" mit ihrem schönen ursprünglichen Liedgut, Nicolai Wagner und seine Freunde sowie Elisabeth und Michael Raab ebenfalls mit ihren steirischen Harmonikas.

Die Bläser der Waldkirchner Stadtkapelle schicken ihre Klänge über den Erlauzwiesler Kurparksee.
 

Die Bläser der Waldkirchner Stadtkapelle schicken ihre Klänge über den Erlauzwiesler Kurparksee.

 

Von drüben duften Glühwein und Bratwurst herüber, wärmende Feuerkörbe versprühen ihre Funken und Sibylle Pongratz trägt immer wieder ihre selbstgemachten Verse vor. Und im vielseitigen Programm der Interpreten geht es immer wieder um die Sehnsucht nach einer guten alten Zeit, um Weniger ist Mehr, um Liebe, Frieden und Gerechtigkeit zu Hause und in der Welt und insbesondere um die Hinführung auf das zentrale Weihnachtsereignis, nämlich die Geburt des Erlösers der Menschheit.

Unentgeltlich für guten Zweck aufgetretenDann stimmen die Waldkirchner Bläser den "Andachtsjodler" an und in diese nachhallende Stille hinein singen Interpreten wie Zuschauer zu vorgerückter Stunde gemeinsam: "Es wird scho glei dumpa", bevor sie sich in der Dunkelheit, aber mit erwärmten Herzen, zufrieden wieder auf den Nachhauseweg machen, um dort die Stunden zu zählen, bis endlich das Christkind kommt – nicht ohne zuvor dankenswerter Weise auch heuer wieder in die bereitgestellten Körbchen eine angemessene Spende für die "Krebsinitiative" hinterlegt zu haben.

 

 

Waldkirchen. Die "Schöpfung Gottes" stand ganz im Mittelpunkt des Erntedankfestes der Pfarrei St. Peter und Paul. Erstmals wurde es im Freien gefeiert − und hunderte Gläubige machten sich in einem Festzug auf den Weg zum Stadtpark, um dort dem "Schöpfungstag" beizuwohnen – unter ihnen Bürgermeister Heinz Pollak und sein Stellvertreter Max Ertl. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Christoph Lorenz führte die Gläubigen an. Prächtig war auch die mitgetragene Erntedankkrone der Grenzlerbuam Ratzing.

"Das Wasser sprudelt, die klare Luft über mir hüllt die Erde ein. Danke guter Gott!" Mit dem Schöpfungslied eröffneten die St. Peter-Kindergartenkinder den Gottesdienst und gestalteten während des Gesangs die "Schöpfungsgeschichte" bildlich auf dem Bühnenboden.

Dann führte der Pfarrer in das Thema ein: "Papst Franziskus prangerte unlängst vor der UN-Versammlung die Schädigungen an Gottes Schöpfung, unserer Natur an. Heute leisten wir mit unserem Schöpfungstag einen positiven Beitrag. Wenn sich viele anschließen, kann man Großes bewirken."

Stadt und Pfarrei setzen ein Zeichen der Verbundenheit: Bürgermeister Heinz Pollak (v.l.), Pfarrer Bruno Pöppel, Pfarrvikar Francis Pinnaka und Diakon Konrad Niederländer pflanzten ein Obstbäumchen im Park. 2. Bürgermeister Max Ertl (hinten l.) wurde zum Gießen verpflichtet.
 

Stadt und Pfarrei setzen ein Zeichen der Verbundenheit: Bürgermeister Heinz Pollak (v.l.), Pfarrer Bruno Pöppel, Pfarrvikar Francis Pinnaka und Diakon Konrad Niederländer pflanzten ein Obstbäumchen im Park. 2. Bürgermeister Max Ertl (hinten l.) wurde zum Gießen verpflichtet.

 

Pöppel zeigte in seiner Predigt die Wunder der Schöpfung auf – und mahnte, wie sorglos und unverantwortlich der Mensch mit den Ressourcen umgeht. Deshalb forderte der Seelsorger die Gläubigen auf, "mit Gottes Hilfe die Welt wahrzunehmen, zu gestalten und zu erhalten".

Schülerinnen des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums trugen die Fürbitten vor, das Lied "Danke, für jeden neuen Tag" sangen Schüler der Emerenz-Meier-Mittelschule in Rap-Form. Dann wurden die mitgebrachten Erntekörbchen gesegnet. Im Anschluss sandten Maria-Ward-Grundschüler und Kindergartenkinder Wunschzettel am Luftballon in den Himmel.

Lob gab es für den neu angelegten Bibelgarten: Bürgermeister Heinz Pollak (v.l.) und Stadtparkbeauftragte Helga Altendorfer-Kristl dankten dem Familiengottesdienstteam mit Reinhilde Schreiber, Gemeindereferentin Verena Frömel, Waltraud Ratberger, Gisela Bienewitz-Spindler, Michaela Glauch und Claudia Berlinger.
 

Lob gab es für den neu angelegten Bibelgarten: Bürgermeister Heinz Pollak (v.l.) und Stadtparkbeauftragte Helga Altendorfer-Kristl dankten dem Familiengottesdienstteam mit Reinhilde Schreiber, Gemeindereferentin Verena Frömel, Waltraud Ratberger, Gisela Bienewitz-Spindler, Michaela Glauch und Claudia Berlinger.

 

Am Ende des Gottesdienstes im Freien gab es spontan Applaus.

Anschließend wurde ein buntes Schöpfungsfest im Stadtpark gefeiert: Als sichtbares Zeichen der Hoffnung, die stärker ist als alles Unheil, pflanzten Pfarrer Pöppel und Bürgermeister Pollak ein Obstbäumchen, "das unser aller Fürsorge und Pflege bedarf!"

Ein paar Meter weiter galt es den neu gestalteten Bibelgarten zu eröffnen. Reinhilde Schreiber stellte als Ideengeberin Konzept und Umsetzung vor. "Die Anlage soll auch Mahnmal im Umgang mit Gottes Schöpfung sein." Der Bibelgarten sei ein Ort zum Innehalten, für Andachten und Wortgottesdienste auch außerhalb der Kirchenmauern. Bürgermeister Pollak und Stadtparkbeauftragte Helga Altendorfer-Kristl dankten dem Familiengottesdienstteam mit Gemeindereferentin Verena Frömel, Reinhilde Schreiber, Michaela Glauch, Claudia Berlinger, Waltraud Ratberger und Gisela Bienewitz-Spindler. Die beiden Letzteren haben sich besonders arbeitsintensiv eingebracht.

Viele Luftballons flogen nach dem Gottesdienst mit Bitten, Wünschen und Hoffnungen versehen zum Himmel hoch – auf dass sie erhört werden.
 

Viele Luftballons flogen nach dem Gottesdienst mit Bitten, Wünschen und Hoffnungen versehen zum Himmel hoch – auf dass sie erhört werden.

 

Schöpferisch dargestellt wurden im Bibelgarten die vier Elemente: "Luft" trägt die Wünsche der Menschen zu Gott, eingebracht bei der Gestaltung haben sich die Maria-Ward-Grundschule und die Schule am Stadtpark. Der St. Paul-Kindergarten Holzfreyung brachte "Erde" mit Samenkörnern zum Keimen. Rund ums "Feuer" stand die Feuerwehr Waldkirchen Rede und Antwort. Der Kapellenverein Dorn entschlüsselte mit Anschauungsmaterial Rätsel und Sprüche über das Lebenselexier "Wasser". Informativ und fleißig wie die Schöpfungs-Bienen zeigte sich auch der Imkerverein Waldkirchen.

So viel Feiern macht natürlich hungrig. Da gab es zur Stärkung auf der Versorgungsstraße der Dorf- und Wohnviertel allerlei leckere Spezialitäten. Und da das Wetter passte, gab’s noch das angekündigte Weinfest.

SIE WIRKTEN MITFestzug: Stadtkapelle, die Feuerwehren Waldkirchen, Ratzing und Unterhöhenstetten, Soldaten- und Kriegerverein, Trachtenvereine Grenzlerbuam Ratzing und Holzhackerbuam Erlauzwiesel, Goldhaubenfrauen, Frauenbund Waldkirchen, Pfarrer Bruno Pöppel, Pfarrvikar Francis Pinnaka, Diakon Konrad Niederländer, Ministranten, Pfarrgemeinderatsmitglieder, Bürgermeister Heinz Pollak, zweiter Bürgermeister Max Ertl und Stadtratsmitglieder.

Schöpfungstag: Pfarrgemeinderatsmitglieder und Arbeitskreise: Dorf- und Wohnviertel Schiefweg, Erlauzwiesel, Unter- und Oberhöhenstetten, Bernhardsberg, Stadl, Neidlingerberg, Holzfreyung und Stocking (Organisation,Versorgungsstraße und Weinfest), Schöpfung und Umwelt (Baumpflanzaktion); Pfarreisprecher Wiggal Kern (Organisation), Grenzlerbuam Ratzing (Erntekrone), Frauenbund Waldkirchen/Vier Elemente: Dorf Dorn mit Kapellenverein (Wasser), Maria-Ward-Grundschule und Schule am Stadtpark (Luft), Caritas St. Paul Kindergarten Holzfreyung (Erde), Feuerwehr Waldkirchen (Feuer); Johannes-Gutenberg-Gymnasium (Fürbitten), Emerenz-Meier-Mittelschule (Lied, Tanz) Caritas St.Peter Kindergarten Waldkirchen (Lieder), Imkerverein Waldkirchen, Familiengottesdienstteam (Bibelgarten), Günther Deininger (Lautsprechanlage), Stadt Waldkirchen (Unterstützung Bauhof, Bänke, Strom und Logistik für Bewirtung) und viele freiwillige Helfer.

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