Monsterkreuzung

Seit dem Amtsantritt tritt Bürgermeister Heinz Pollak vehement für den Umbau der Waldkirchner Monsterkreuzung in einen Kreisverkehr ein. Zahlreiche Gespräche mit den Abgeordneten, dem Innen-Staatssekretär und dem staatlichen Bauamt in Passau führte Pollak. Er ließ Untersschriftenlisten und Briefe an die Verantwortlichen schreiben, startete eine Facebook Aktion und holte Waldkirchner Firmen und die IHK mit ins Boot. Nach mehreren Monaten harter Arbeit kam dann auf sein Drängen hin wieder Fahrt in die Angelegenheit und nun können die Waldkirchner hoffen, dass noch vor 2019 ein Umbau erfolgen wird.....

 

Pnp vom 31.12.2015:

 
 
 
 
 
 
 
 

31.12.2015

Jetzt wird’s doch ein Kreisel

Innenministerium ordnet Umbau der "Monsterkreuzung" an

von Christoph Seidl

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Kreisel statt Knoten: In den kommenden Jahren soll hier ein sechsarmiger Kreisverkehr entstehen. − F.: Seidl
 

Kreisel statt Knoten: In den kommenden Jahren soll hier ein sechsarmiger Kreisverkehr entstehen. − F.: Seidl

 

Waldkirchen. Es war die Überraschung des Jahres: Das Innenministerium hat bekannt gegeben, dass am umstrittenen Knotenpunkt an der Umgehung ein großer Kreisverkehr gebaut werden soll.

Bislang hatte das für die Planung und Umsetzung zuständige Staatliche Bauamt Passau diese Variante stets abgelehnt. Die Begründung: Der Verkehrsfluss auf dem Autobahnzubringer solle nicht gebremst werden. Außerdem sei die Kreuzung in dieser Form am sichersten. Grundlage für die Wende war ein neues Gutachten eines externen Ingenieurbüros, das die aktuelle Belastung untersuchte. In den kommenden fünf Jahren soll ein sechsarmiger Kreisel entstehen. "Der Kampf wurde belohnt", kommentierte Bürgermeister Heinz Pollak die Entscheidung.

Das Bauwerk war seit seiner Fertigstellung 2006 Gegenstand heftiger Kritik. Viele empfanden die Verkehrsführung als umständlich. Auch Nachbesserungen änderten daran nichts. Der Volksmund spricht von

PNP vom 31.12.15:

 

Waldkirchen. Es war die Überraschung des Jahres: Das Innenministerium hat bekannt gegeben, dass am umstrittenen Knotenpunkt an der Umgehung ein großer Kreisverkehr gebaut werden soll.

Bislang hatte das für die Planung und Umsetzung zuständige Staatliche Bauamt Passau diese Variante stets abgelehnt. Die Begründung: Der Verkehrsfluss auf dem Autobahnzubringer solle nicht gebremst werden. Außerdem sei die Kreuzung in dieser Form am sichersten. Grundlage für die Wende war ein neues Gutachten eines externen Ingenieurbüros, das die aktuelle Belastung untersuchte. In den kommenden fünf Jahren soll ein sechsarmiger Kreisel entstehen. "Der Kampf wurde belohnt", kommentierte Bürgermeister Heinz Pollak die Entscheidung.

Das Bauwerk war seit seiner Fertigstellung 2006 Gegenstand heftiger Kritik. Viele empfanden die Verkehrsführung als umständlich. Auch Nachbesserungen änderten daran nichts. Der Volksmund spricht von der "Monsterkreuzung".

PNP vom 16.7.15:

 


 

In welche Richtungen reichen die sechs Arme des geplanten Kreisverkehrs? Folgende Aus- und Einfahrten sind nach Angaben des Innenministeriums im Rahmen des Umbaus geplant:  Staatsstraße 2632 nach Grainet,  Staatsstraße 2131 nach Jandelsbrunn,  Kreisstraße FRG 36/Bannholzstraße,  Bahnhofstraße,  Staatsstraße 2131 zur B 12 und Staatsstraße 2632 Richtung nördliche Brückenrampe/Bahnhofstraße. Die Folgen dieser neuen Verkehrsführung: Es profitieren alle, die abbiegen wollen – wer auf dem Autobahnzubringer unterwegs ist, wird dagegen abgebremst. Die Brücke dient nur noch dem innerörtlichen Verkehr. −Graphik: Voggenreiter
 

In welche Richtungen reichen die sechs Arme des geplanten Kreisverkehrs? Folgende Aus- und Einfahrten sind nach Angaben des Innenministeriums im Rahmen des Umbaus geplant:  Staatsstraße 2632 nach Grainet,  Staatsstraße 2131 nach Jandelsbrunn,  Kreisstraße FRG 36/Bannholzstraße,  Bahnhofstraße,  Staatsstraße 2131 zur B 12 und Staatsstraße 2632 Richtung nördliche Brückenrampe/Bahnhofstraße. Die Folgen dieser neuen Verkehrsführung: Es profitieren alle, die abbiegen wollen – wer auf dem Autobahnzubringer unterwegs ist, wird dagegen abgebremst. Die Brücke dient nur noch dem innerörtlichen Verkehr. −Graphik: Voggenreiter

 

Waldkirchen. Zum "sechsarmigen Kreisverkehr" soll der Knotenpunkt an der Waldkirchner Umgehung ausgebaut werden, das hat Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck bekanntgegeben. Was genau geplant ist, wie viel es kostet und wann aus der "Monsterkreuzung" ein "Riesenkreisel" wird – die PNP hat im Innenministerium nachgefragt.

Wann ist mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen?

"Ein Baubeginn steht noch nicht fest. Das Staatliche Bauamt Passau wird die Planungen für den Umbau zum sechsarmigen Kreisverkehr detailliert ausarbeiten, Baurecht schaffen und den Kreisverkehr möglichst innerhalb der nächsten fünf Jahre realisieren, soweit sich bei der Detailplanung und beim Grunderwerb keine unüberwindbaren Hindernisse ergeben."

Wie hoch sind die Kosten der Maßnahme und wer zahlt?

"Die Kosten für den sechsarmigen Kreisverkehrs betragen nach der vorläufigen Studie rund 1,6 Millionen Euro. (Anmerkung der Redaktion: Der Bau des gesamten Knotenpunkts, der 2007 dem Verkehr übergeben wurde, hat 10 Millionen Euro gekostet). Zu tragen haben sie die an der Kreuzung beteiligten Baulastträger Freistaat Bayern (Staatsstraßen 2632 und 2131), Landkreis Freyung-Grafen-au (FRG 36) und Stadt Waldkirchen (Bahnhofstraße) im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste."

Grundlage für die Entscheidung war das Gutachten eines Ingenieurbüros aus Trier. Welche Vorschläge hat der Experte unterbreitet?

"Bestandteil der Verkehrsuntersuchung waren verschiedene Verbesserungsvarianten auf der oberen oder unteren Ebene des Knotenpunkts Waldkirchen: auf der oberen Ebene zum Beispiel ein Kreisverkehr an der Kreuzung Bahnhofstraße/Bannholzstraße und eine Änderung des Knotenpunkts Bahnhofstraße/Brücke Süd, auf der unteren Ebene zum Beispiel der sechsarmige Kreisverkehr im Zusammenwirken mit der bereits vorhandenen Brücke über die Umgehung. Mit dessen Bau sind Verbesserungsmaßnahmen auf der oberen Ebene nicht mehr erforderlich."

Kann die Studie zur Gänze eingesehen werden?

"Sie liegt dem Bauamt zur endgültigen Überprüfung vor. Es ist geplant, das Gutachten nach Abschluss der Überprüfung demnächst auf die Homepage des Bauamts zu stellen."

 

 

Wochenblatt vom 13.7.15:

Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck: Knotenpunkt Waldkirchen wird durch Umbau leistungsfähiger und bietet Verkehrsteilnehmern bessere Orientierung
 

Der Kreuzungswirrrwar am Knotenpunkt Waldkirchen – seit Jahren ein Ärgernis der Stadt – wird zum sechsarmigen Kreisverkehrsplatz umgebaut. Das ist das Ergebnis umfangreicher Untersuchungen des Staatlichen Bauamtes Passau. „Der Knotenpunkt wird dadurch wieder leistungsfähig und bietet den Verkehrsteilnehmern eine bessere Orientierung”, teilte Innen- und Baustaatssekretär Gerhard Eck am 13. Juli mit.

 

„Das Staatliche Bauamt wird die Planungen nun detailliert ausarbeiten, Baurecht schaffen und den Kreisverkehr möglichst innerhalb der nächsten fünf Jahre realisieren, soweit sich bei der Detailplanung und beim Grunderwerb keine unüberwindbaren Hindernisse ergeben", so Eck weiter. 

 

Umfangreiche Verkehrsuntersuchungen und Verkehrsprognosen am Knotenpunt Waldkirchen haben gezeigt, dass sich die Verkehrsbelastungen einzelner Knotenpunktäste anders entwickelt haben als ursprünglich prognostiziert. Deshalb wurde intensiv nach Verbesserungsmöglichkeiten für den Knotenpunkt gesucht. Ein sechsarmiger Kreisverkehr im Zusammenwirken mit der bereits vorhandenen Brücke über die St 2131 ergab die beste Lösung. Angedacht war noch im Frühjahr ein Lösung mit drei Kreisverkehren und einer Ampelanlage.

 

Alternativ wurden auch Verbesserungsmaßnahmen an einzelnen untergeordneten Knotenpunkten geprüft. Im Ergebnis würden die Umbaumaßnahmen die Verkehrsabläufe an den Knotenpunkten zwar verbessern, wären aber mit einem erheblichen baulichen Aufwand und einem massiven Eingriff in die angrenzenden und zum Teil bebauten Grundstücke verbunden. Die gewünschten Verbesserungen für die häufigen Fahrten von der Bannholzstraße zur Staatsstraße 2131 Richtung Westen oder von der Staatsstraße 2131 aus Osten kommend in die Bannholzstraße würden jedoch nicht erreicht und die Orientierung im Gesamtknoten eher noch weiter eingeschränkt.

 

Staatssekretär Eck hatte auf Initiative des Landtagsabgeordneten Prof. Gerhard Waschler zusammen mit Waldkirchens Bürgermeister Heinz Pollak, die sich für Verbesserungen am Knotenpunkt eingesetzt haben, im Februar die Situation vor Ort besichtigt und anschließend mit Waschler Gespräche zum weiteren Vorgehen geführt. „Ich begrüße die Entscheidung für einen Kreisverkehr. Er ist eine gute Lösung für Waldkirchen", so Waschler. Und Bürgermeister Pollak nennt es gar einen Sieg: „Ich bin mit MdL Dr. Waschler stets in engem Kontakt in Sachen Knotenpunkt Waldkirchen. Unser Kampf hat sich wieder einmal gelohnt!"
 

 

 

 

 

PNP vom 12.7.15:

 

 

 
Als "Monsterkreuzung" ist der Knotenpunkt an der Waldkirchner Umgehung verschrien – jahrelang forderten Kritiker einen Kreisverkehr. Jetzt wird er tatsächlich gebaut. −Luftbild: Seidl
 

Als "Monsterkreuzung" ist der Knotenpunkt an der Waldkirchner Umgehung verschrien – jahrelang forderten Kritiker einen Kreisverkehr. Jetzt wird er tatsächlich gebaut. −Luftbild: Seidl

 

Waldkirchen. Überraschende Wendung im jahrelangen Streit um den Knotenpunkt an der Waldkirchner Umgehung: Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck kündigte auf Nachfrage der PNP an, dass die sogenannte Monsterkreuzung zu einem sechsarmigen Kreisel umgebaut wird. So soll die Anlage "leistungsfähiger" werden und den Verkehrsteilnehmern "eine bessere Orientierung" bieten, heißt es in einer Presseerklärung.

Das Staatliche Bauamt werde die Planungen detailliert ausarbeiten, Baurecht schaffen und den Kreisverkehr innerhalb der nächsten fünf Jahre realisieren – "soweit sich bei der Detailplanung und beim Grunderwerb keine unüberwindbaren Hindernisse ergeben", so Eck.

Statt zwei kleinerKreisel ein großerUmfangreiche Verkehrsuntersuchungen und -prognosen haben nach Angaben des Ministeriums gezeigt, dass sich die Belastungen einzelner Knotenpunktäste anders entwickelt hätten als prognostiziert. Deshalb hätten die Verantwortlichen intensiv nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. So erstellte ein externes Ingenieurbüro aus Trier ein 60000-Euro-Gutachten, dessen erste Ergebnisse im Februar vorstellt wurden – damals war noch davon die Rede, dass zwei kleine Kreisel statt einem großen Abhilfe schaffen könnten.

Doch mittlerweile hat sich die Meinung offenbar grundlegend geändert: "Ein sechsarmiger Kreisverkehr im Zusammenwirken mit der bereits vorhandenen Brücke über die Staatsstraße 2131 ergibt die beste Lösung", sagt der Staatssekretär.

Das Überprüfen von Verbesserungsmöglichkeiten an den einzelnen untergeordneten Knotenpunkten, deren Umbau den Verkehrsfluss verbessern würden, hätte ergeben, dass diese Maßnahmen mit einem "erheblichen baulichen Aufwand und einem massiven Eingriff in die angrenzenden und zum Teil bebauten Grundstücke verbunden" wären. Das Fazit Ecks in diesem Zusammenhang: "Die gewünschten Verbesserungen für die häufigen Fahrten von der Bannholzstraße würden jedoch dadurch nicht erreicht und die Orientierung im Gesamtknoten eher noch weiter eingeschränkt."

Der hochrangige CSU-Politiker hatte sich bei besagten Ortstermin im Februar auf Initiative des Stimmkreisabgeordneten Gerhard Waschler selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und anschließend mit seinem Passauer Parteifreund Gespräche zum weiteren Vorgehen geführt. "Ich begrüße die Entscheidung für einen Kreisverkehr. Es ist eine gute Lösung für Waldkirchen", wird Waschler in dem Schreiben zitiert.

Wie genau ein sechsarmiger Kreisel aussehen soll und in welche Richtungen die Arme führen, blieb noch offen, die Meldung überraschte gleichwohl. Denn der Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, Robert Wufka, hatte einen Umbau in dieser Form stets vehement abgelehnt, da die jetzige Lösung verkehrssicherer sei und auch eine Rückzahlung von Zuschüssen drohe, falls die genehmigte Planung nachträglich geändert würde.

Ungläubiges Staunen herrschte zunächst auch im Waldkirchner Rathaus, als das Schreiben des persönlichen Referenten des Staatssekretärs mit der Nachricht am späten Nachmittag einging. Der Bürgermeister war auf Termin außer Haus und zunächst nicht erreichbar – umso größer war seine Freude nach der Rückkehr. "Endlich hat sich der Einsatz hier gelohnt", sagte Heinz Pollak spontan.

Auch Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber hat mit großer Freude auf diese Meldung aus dem Ministerium reagiert. Seit seinem Amtsantritt habe er mehrere Gespräche mit den Abgeordneten Gerhard Waschler und Max Gibis sowie mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck geführt: "Das ist eine sehr positive Entwicklung, die die gesamte Region begrüßt und dringend gebraucht hat."

Schon vor JahrzehntenFehlplanung benanntGenugtuung herrschte auch beim Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, der mit einer pfiffigen Plakataktion seit Jahren seinen Protest gegen die "Monsterkreuzung" vor Ort zum Ausdruck bringt. "Grüne Politiker haben schon vor über einem Jahrzehnt diese Fehlplanung benannt und Alternativen aufgezeigt", sagte Schatzmeister Hermann Schoyerer.

Doch bei all der Freude über den späten Triumph sparen die Grünen auch jetzt nicht mit Kritik: "Die verantwortlichen Politiker, auch ein Herr Waschler, der sich jetzt aufplustert, weil er das ,Ohr am Volk hat‘, glauben einem Wufka alles. Sie sollen mal ganz genau in sich gehen und überlegen, was mit welchem Steuergeld vor und nach Wahlen sinnvoll und vielleicht sogar ökologisch oder klimaneutral in Ostbayern in die Wege geleitet werden könnte."

 

 

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