Haushalt

2016

pnp vom 19.03.2016:

Der Bürgermeister sparte nicht mit Superlativen: "Grandios, sagenhaft, sehr erfreulich" – als Heinz Pollak dem Stadtrat den Haushalt 2016 vorstellte, konnte er stolz den größten Etatplan in der Geschichte der Stadt Waldkirchen mit einem Gesamtvolumen von über 34,1 Millionen Euro (inklusive Stadtwerke) verkünden. Ein Überblick der Rekorde in Stichworten:

Investitionen: "Soviele Baumaßnahmen wie noch nie in einem Jahr werden begonnen", sagte Pollak und zählte die großen Investitionen auf: die Neubauten der Mittelschule, des Tourismusbüros und zweier Feuerwehrhäuser, die Generalsanierung des Bürgerhauses, die Generalsanierung des Rathauses und die Brückensanierung in Erlauzwiesel stehen dieses Jahr zum Beispiel auf dem Programm. "Daneben wird auch der Breitbandausbau mit einem Volumen von weit über einer Million Euro weitergeführt." 400000 Euro gibt die Stadt für das Erneuern von Straßen aus, weitere Baugebiete im gesamten Stadtgebiet werden angepackt.

Macht unterm Strich Rekordinvestitionen in Höhe von 9545371 Euro (einschließlich der Stadtwerke) – das sind fast zwei Millionen mehr als im Vorjahr und entspricht einer Steigerung von 26,4 Prozent im Vergleich zu 2015.

Einnahmen: Die Steuern fließen nach Angaben der Verwaltung nach wie vor auf einem hohen Niveau in den Stadtsäckel. "Durch die weiter anhaltende Bebauung steigt das Aufkommen der Grundsteuer B kontinuierlich an. Die Gewerbesteuereinnahmen sind nach wie vor auf einem – für uns – hohen Wert, nämlich bei etwa 3,3 Millionen Euro", rechnet Pollak vor. Sehr erfreulich sei auch die Einkommenssteuerbeteiligung. "Alleine seit 2014 konnte dieser Wert um 15 Prozent auf 4,1 Millionen Euro gesteigert werden."

Insgesamt rechnet die Stadt heuer mit Steuereinnahmen von knapp 16 Millionen Euro. Die gute Nachricht für die Bürger: Sie werden nicht stärker zur Kasse gebeten – die Hebesätze bleiben in allen Bereichen unverändert.

Ausgaben: "Unser größter Ausgabeposten ist die Kreisumlage mit knapp 4,5 Millionen Euro gefolgt von Personal-, Sach und Betriebsausgaben über 3,1 und 3,3 Millionen Euro", sagt Pollak. Eine Zahl ist dem Bürgermeister in diesem Zusammenhang besonders wichtig: "Für die Kindergärten werden heuer 1,6 Millionen Euro aufgewendet, von denen die Stadt knapp 700000 Euro trägt."

Der Investitionsanteil beträgt heuer, so Pollak, "sagenhafte 7,2 Millionen Euro". Womit auch gleich der nächste Rekord aufgestellt wird: eine Investitionsquote von "stolzen 29 Prozent".

Besonders erfreulich aus Sicht des Stadtoberhaupts: Diese "bemerkenswerte Quote" könne alleine mit Eigenmitteln finanziert werden.

Schuldenabbau: "Erfreulich ist auch, dass die bis 2007 jährlich gestiegenen Schulden – Höchststand war noch vor sechs Jahren bei mehr als 29 Millionen Euro − seit dem Jahre 2008 kontinuierlich auf nun etwa 21 Millionen gesenkt werden können." 1,5 Millionen Euro werden heuer getilgt. Innerhalb von sechs Jahren sei die Kreditlast der Stadt und der Stadtwerke somit um fast 30 Prozent verringert worden.

Eine Entwicklung, die auch das Landratsamt honoriere: "Nachdem wir im Jahre 2014 ein großes Problem bei der Genehmigung des Haushalts hatten, sieht es jetzt gut aus. Erfreulich ist, dass die Rechtsaufsicht in einem Vorgespräch bereits den tadellosen und hervorragenden Plan gelobt hat."

Ein Lob gab es auch für Kämmerer Klaus Raab und die Verwaltung. "Wir sind froh, dass wir ihn haben", so Pollak

 

 

Kommentar in der PNP vom 19.03.16:

Ein gutes Jahrfür die Stadt

Wenn der Bürgermeister über "seine" Stadt spricht, dann gerät er gerne ins Schwärmen. Dass er zu zurückhaltend wäre, wenn er die Vorzüge Waldkirchens preist, diesen Vorwurf muss sich Heinz Pollak jedenfalls nicht gefallen lassen. Und sieht man sich die Eckdaten des Haushalts 2016 an, da könnte man durchaus in sein Loblied einstimmen, das er bei der jüngsten Sitzung intonierte. Die Stadt investiert soviel wie noch nie, sie muss dafür keinen Kredit aufnehmen – und kann sogar noch Schulden abbauen. Und das alles, ohne die Bürger zusätzlich zur Kasse zu bitten. Dass sie dafür fast all’ ihr Gespartes ausgibt? Geschenkt in beinah zinslosen Zeiten.

Bei all den Diskussionen in jüngster Zeit über die – je nach Sichtweise – gefühlte oder tatsächliche Benachteiligung der Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen sollte man so eine Erfolgsmeldung zum Anlass nehmen, auch das Positive ins Blickfeld zu rücken: Waldkirchen ist und bleibt ein attraktiver Standort für Gewerbe und Einwohner. Das zeigen die sprudelnden Steuereinnahmen, das zeigt aber auch die große Nachfrage nach Grundstücken. Schon bevor neue Baugebiete überhaupt ausgewiesen werden, sind die Parzellen oft schon reserviert. Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang: Junge Familien zieht’s nach Waldkirchen. Und das ist auch eine gute Nachricht für den Schulstandort.

Natürlich gibt’s andernorts immer etwas, auf das man neidisch sein kann. Natürlich ist so ein Haushalt immer nur eine Momentaufnahme. Doch das sollte nicht den Blick dafür trüben, was die eigene Stadt für Qualitäten, für ein Potenzial hat.

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