Maschinenring

2016

Bei der Jahresversammlung des Maschinenrings Unterer Bayerischer Wald hat Geschäftsführer Franz Hirsch verkündet, dass der "MR" ein Verwaltungsgebäude in Kringell plant und den Standort Waldkirchen aufgibt. Was sind die Hintergründe der Abwanderung und ihre Folgen für die im selben Gebäude ansässige Niederlassung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen (AELF)? Die PNP hat nachgefragt.

 

Warum der MR abwandert: "Die Verbindung mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Kringell eröffnet uns im landwirtschaftlichen Bereich neue Perspektiven. Durch die Schaffung eines sogenannten ,Grünen Zentrums’ hat der Maschinenring außerdem die Möglichkeit, Mieteinnahmen zu generieren. Dies trägt langfristig zur soliden Finanzierung bei", erklärt der Geschäftsführer. "Ideal wäre ein Einzug bis spätestens 2018. Derzeit befinden wir uns in der Entwurfs-Phase. Die Vergabe an einen Architekten ist noch nicht erfolgt. Somit ist es auch noch nicht möglich, die Kosten zu beziffern. Es werden mehrere Einheiten geplant."

 

Ein Vorteil des neuen Standorts ist nach Ansicht des Geschäftsführers die wesentlich bessere Erreichbarkeit der Geschäftsstelle durch Mitglieder und Kundschaft. "Die verkehrstechnische Anbindung ist in Hutthurm sehr gut. Die Entwicklungsmöglichkeiten für den Ring sind in einem eigenen Gebäude flexibler. Letztendlich wird für die Maschinenring-Mitglieder ein Wert geschaffen.

Warum die Niederlassung des AELF Regen nicht in Frage gestellt wird: Das AELF betreibt in Waldkirchen eine Niederlassung – und es wurden Befürchtungen laut, dass die Behörde ebenfalls zur Disposition stehen könnte. Was Amtsleiter Christian Loibl allerdings dementiert: "Wir haben großes Interesse, den Standort zu erhalten, denn unser Dienstgebiet mit den beiden Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau ist groß, die Entfernungen sind lang. Und eine bürgernahe Präsenz für unsere Landwirte ist uns sehr wichtig."

Nach Angaben des Behördenleiters sind in der Niederlassung Waldkirchen im Bereich Landwirtschaft zehn Mitarbeiter in der Verwaltung und der Abwicklung der Förderung beschäftigt. Im Bereich Forst sind es neun, wobei fünf davon als Revierförster eigene Büros unterhalten.

Eine landwirtschaftliche Nachnutzung der Räume nach dem MR-Auszug liegt dem Landwirtschaftsdirektor zudem sehr am Herzen: "Da strecken wir alle Fühler aus."

REAKTIONENDer Waldkirchner Bürgermeister Heinz Pollak hat von den Umzugsplänen erst bei der Jahresversammlung erfahren. Und das sorgt für Irritationen: "Es ist sehr schade, dass der Maschinenring die Stadt einfach vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Seitens der Kommune werden wir daher die Verträge wie Holzfällungen etc., die bisher mit dem Maschinenring bestanden, kündigen", so Pollak.

Auch für den Leiter des AELF Regen, Christian Loibl, kam es überraschend − die Behörde hat eine Niederlassung in dem Gebäude, in dem der MR untergebracht ist. "Ich habe es bei der Versammlung erfahren und war not amused, dass die Entscheidung schon gefallen war. Da wären vielleicht Gespräche möglich gewesen."

"Auch aus Sicht des Landkreises lassen die Kommunikation und Informationspolitik des Maschinenrings zu wünschen übrig", stellt Landrat Sebastian Gruber klar. Vor allem stört sich der Landrat an der Begründung mit der räumlichen Nähe zum Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Ökologischen Landbau Kringell und der Schaffung eines "Grünen Zentrums" dort: "Am Standort Waldkirchen hat man bereits jetzt ein ,Grünes Zentrum’ mit Landwirtschaftsamt und Maschinenring."

 

 

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