Polizei

2016

Die Waldkirchner Polizei hat fünf neue Mitglieder – nein, es sind keine Polizisten, sondern die neue Sicherheitswacht. Das Team wird ab sofort in der Stadt patrouillieren. Alleine gefährliche Verbrecher jagen sollen die ehrenamtlichen Aufpasser jedoch nicht. Ihre Schwerpunkte liegen an anderer Stelle.

 

Die Sicherheitswacht ist organisatorisch an die Polizeiinspektion Freyung bzw. an die Polizeistation Waldkirchen angegliedert. Sie steht demnach in keinem Zusammenhang mit der Reduzierung der Personalstärke innerhalb der Waldkirchner Polizei. Bewerben konnten sich Frauen und Männer, die mindestens 18 und höchstens 60 Jahre alt sind. Nachweisen mussten sie eine angeschlossene Schul- und Berufsausbildung, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft sowie einen guten Ruf. Schließlich müssen sie bereit sein für die verantwortungsvolle Aufgabe und im Durchschnitt 15 Stunden im Monat zur Verfügung stehen. Eine kleine Pauschale soll den persönlichen Aufwand ausgleichen.

"Mittlerweile hat sich die Sicherheitswacht als zusätzliches Instrument der Inneren Sicherheit bewährt", sagt Polizeioberrat Michael Krickl. Beispielsweise in Passau, aber auch in der landesweiten Sicherheitspolitik sei sie zu einem festen Bestandteil geworden. "Doch die Aufgabe der Wächter ist nicht das Jagen von Verbrechern. Es handelt sich hier nicht um eine Hilfspolizei", betont er. Wachsame Bürger sollten die fünf neuen Aufpasser stattdessen sein, Ordnungswidrigkeiten oder Sachbeschädigungen verhindern und verdächtiges oder kriminelles Verhalten umgehend der Polizei melden.

Für diese Aufgaben sind die Sicherheitswächter mit modernen Funkgeräten ausgerüstet und tragen Pfefferspray bei sich. Ausgebildet wurden sie in 40 Unterrichtseinheiten von der Leiterin der Waldkirchner Polizeistation Andrea Schreiner und Polizeihauptkommissar Georg Binder. Neben der Theorie lag der Schwerpunkt des Unterrichts auf praktischen Schulungen zum richtigen Verhalten im Einsatz. Die Einsätze der Sicherheitswächter koordinieren die Waldkirchner Polizeibeamten.

Bürgermeister Heinz Pollak hatte bereits 2015 Bedarf angemeldet. "In Abstimmung mit dem Stadtrat hat die Stadt beschlossen, einen Sicherheitsdienst zu engagieren. Die Bürger von Waldkirchen sollen wissen, dass wir keine zusätzliche Polizei im Ort haben. Es geht hauptsächlich darum, Präsenz zu zeigen", so der Bürgermeister. "Wir pflegen einen engen Kontakt mit der Polizei. Die Beamten sind sehr aktiv und leisten gute Arbeit, wofür ich mich bedanke." Dennoch müsse die Stadt auch alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Es gehe um das "subjektive Sicherheitsgefühl".

Die Sicherheitswacht ist angehalten, in der Kernstadt besonders ein Auge auf die städtischen Einrichtungen zu haben. Das Ziel sei es, für mehr Sicherheit zu sorgen bei Übergriffen, aber auch den Vandalismus einzuschränken. Zwei Streifen, bestehend aus zwei Sicherheitsleuten, werden von nun an vor allem die Problemzonen kontrollieren PNP vom 22.7.

Innenminister Joachim Herrmann hat grünes Licht für die Einrichtung einer Sicherheitswacht in Waldkirchen gegeben: Bis 15. März nimmt die Inspektion Freyung als übergeordnete Dienststelle Bewerbungen von Bürgern entgegen, die, so Polizeioberrat Michael Krickl, "Zivilcourage leben wollen". Eins betonen der Chef der Freyunger Inspektion und die Waldkirchner Stationsleiter Andrea Schreiner in diesem Zusammenhang ausdrücklich: "Die Sicherweitswacht ist keine Hilfspolizei und auch kein Ersatz für Sollstellen", so Krickl – wie berichtet sollen an der Polizeistation Waldkirchen drei Stellen gestrichen werden.

Die Kandidaten müssten unbescholten, zuverlässig und verantwortungsbewusst sein. Die Ausbildung sei anspruchsvoll und umfasse zum Beispiel strafrechtliche Inhalte. 50 Unterrichtseinheiten stehen auf dem Stundenplan, geschult wird in der Waldkirchner Dienststelle. Am Ende wird eine Prüfung abgenommen. Acht Männer bzw. Frauen soll die erste Sicherheitswacht in FRG umfassen, die im Sommer nach dem Willen des Polizeipräsidiums Niederbayern ihren Dienst aufnehmen soll.

Bewerben können sich Frauen und Männer, die mindestens 18 und höchstens 60 Jahre alt sind, durch Zeugnis eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung nachweisen, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft bewiesen haben, einen guten Ruf besitzen, die bereit sind, für diese Aufgabe im Durchschnitt 15 Stunden monatlich zur Verfügung zu stehen und am Einsatzort oder in der nächsten Umgebung wohnen. Eine Pauschale von 8 Euro in der Stunde soll den persönlichen Aufwand ausgleichen. Bewerbungen nimmt die Polizeiinspektion Freyung, Rot-Kreuz-Weg 1, 94078 Freyung, entgegen. pnp 03.02.2016

2015

Über ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der neue Chef der Polizeistation Waldkirchen vorgestellt werden konnte. Und es ist – eine Chefin. Andrea Schreiner hat am 1. November offiziell die Leitung der Dienststelle am Ratzinger Weg übernommen. Jetzt wurde sie den Bürgermeistern offiziell vorgestellt.

"Es war eine sehr große Bewerberzahl, deshalb hat es seine Zeit gebraucht", sagte Michael Krickl, Leiter der vorgesetzten Dienststelle PI Freyung, bei der Vorstellung der Neuen im Kreise der Bürgermeister der Gemeinden Waldkirchen, Neureichenau, Jandelsbrunn und Haidmühle, die von der Station am Ratzinger Weg betreut werden. Dass die Wahl auf Andrea Schreiner fiel, sei für ihn sehr erfreulich. "Es ist schön, dass die Nachfolge des Kollegen Rank aus den eigenen Reihen der Polizeiinspektion Freyung besetzt werden konnte." Die 48-Jährige habe zuletzt lange Zeit in der Kreisstadt als Dienstgruppenleiterin hervorragende Arbeit geleistet und über 20 Jahre Erfahrung in Führungspositionen gesammelt.

Der Leiter der Polizeiinspektion Freyung ist voll des Lobs über seine Mitarbeiter der nachgeordneten Dienststelle: 71,8 Prozent aller Straftaten haben die Beamten der Polizeistation Waldkirchen im vergangenen Jahr aufgeklärt – damit wurde der ohnehin schon vergleichsweit sehr gute Niederbayernwert noch getoppt. "Das ist eine außerordentlich hohe Quote", sagte Polizeioberrat Michael Krickl bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts 2014 in der Dienststelle am Ratzinger Weg, zu der traditionell die Bürgermeister der Gemeinden Waldkirchen, Jandelsbrunn, Neureichenau und Haidmühle eingeladen waren, deren Gebiet von den Waldkirchner Beamten betreut wird.

Dieser Erfolg sei ein Verdienst des ehemaligen Leiters Anton Rank, den Krickl bei dem Treffen offiziell verabschiedete und der engagierten Mitarbeiter in der Waldkirchner Dienststelle. "Die hohe Quote ist aber auch ein Zeichen für das gute Verhältnis zwischen der Bevölkerung und der Polizei vor Ort, die uns mit Hinweise unwahrscheinlich hilft", so der Polizeioberrat. Rund ein Drittel der Delikte waren Diebstähle. "Das ist ein großer Batzen in Waldkirchen." Mit ein Grund für den Anstieg im Bereich der "Diebstähle" liegt laut Inspektionsleiter darin, dass die Supermarkt-Ketten vermehrt Ladendetektive einsetzen. Die Zahl der Einbrüche nahm von 73 im Jahr 2013 auf 66 im Vorjahr ab. "Aufgrund der Verteilung der Bevölkerung ist Waldkirchen als größte Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau hier naturgemäß ein Schwerpunkt." pnp vom 5.6.15

2014

Innenausschuss sagt nein zu Polizei-Inspektion Waldkirchen

Aus der Polizeistation Waldkirchen wird keine –Inspektion.

Foto: Polizei Bayern

 

Der Innenausschuss des Landtags hat am Vormittag eine Petition von Bürgermeistern aus dem Landkreis Freyung-Grafenau abgelehnt. Begründung: Eine Aufstufung der Waldkirchner Dienststelle sei aufgrund der relativ geringen Belastungszahlen nicht zu rechtfertigen. Hauptziel der Petition war ja wie berichtet, durch die Aufstufung den geplanten Abbau von fünf Stellen auf der Waldkirchener Polizeistation zu verhindern. Hier haben die Bürgermeister zumindest einen Teilsieg errungen: Weil die Mitglieder des Innenausschusses sich heute in dem Punkt nicht haben einigen können, haben sie die Entscheidung auf Anfang nächsten Jahres vertagt. Waldkirchens Bürgermeister Pollak zeigte sich im Gespräch mit unserRadio enttäuscht über die heutige Entscheidung des Innenausschusses. Ein Erhalt der Polizei-Stellen sei aus Gründen der Sicherheit unbedingt notwendig, so Pollak.    unserRadio vom 03.12.14

Am kommenden Mittwoch, 3. Dezember, entscheidet der "Ausschuss für kommunale Fragen, innere Sicherheit und Sport" des Bayerischen Landtags über die von Bürgermeister Heinz Pollak angestoßene Petition der Gemeinden im südlichen Landkreis, die das Aufstufen der Polizeistation Waldkirchen zur Inspektion fordern. Hintergrund ist der geplante Abbau von fünf Stellen in der kleinsten Dienststelle des Landkreises, die bei der Einrichtung einer Inspektion vom Tisch sein sollte.

Bei seinem Vorstoß zählt Pollak auf den Rückhalt aus der Bevölkerung – und dokumentiert wird dieser seiner Ansicht nach eindrucksvoll durch eine Unterschriftenaktion, bei der innerhalb kurzer Zeit 725 Bürger ihre Unterstützung signalisierten – die Listen lagen nicht nur im Rathaus aus, als der Plan für die Beteiligung der Bevölkerung bekannt wurde, meldeten sich auch Geschäftsleute und Beherbergungsbetriebe bei der Stadt, die sich als Multiplikatoren zur Verfügung stehen wollten. "Eine gute Resonanz", findet das Stadtoberhaupt. pnp 01.12.2014

Der Waldkirchner Bürgermeister Heinz Pollak stellte "vor versammelter Mannschaft" am Dreisessel bei der Sitzung (siehe Bericht oben) die aktuelle Situation zur Polizeistation Waldkirchen vor.

Er erinnerte an den drohenden Personalabbau der mit 23 Beamten besetzten und für die Kommunen Waldkirchen, Jandelsbrunn, Neureichenau und Haidmühle zuständigen Institution. Anfang Mai habe es erstmals die Info über die beabsichtigte Reduzierung um fünf Mann gegeben.Das hätte unter anderem zur Folge, dass nur mehr zwei Mann für vier Gemeinden nachts zuständig seien.

Die Bürgermeister hätten dies so nicht hinnehmen wollen, noch dazu, wo neben dem großen Gebiet auch zwei Staatsgrenzen hier verlaufen und die Stadt Waldkirchen schon jetzt sogar einen Sicherheitsdienst für Omnibusbahnhof, Stadtpark etc. im Einsatz habe. Deshalb habe man eine Petition an den Landtag geschickt mit der Bitte um Aufwertung zur Inspektion. Zumindest müsse der Ist-Stand gehalten werden, so die Bürgermeister unisono. Die Stadt- und Gemeinderatsgremien stünden in den betreffenden Gemeinden dahinter, auch der Landkreis habe hier, so erinnerte stellv. Landrätin Renate Cerny, Stellung bezogen. Laut Heinz Pollak hätten auch die MdLs Roos (SPD) und Muthmann (FW) unterschrieben. Das Schreiben sei auch an den bayerischen Ministerpräsidenten und den niederbayerischen Polizeipräsidenten gegangen.

Nicht zufrieden zeigten sich die Bürgermeister über das Gespräch mit Polizeipräsident Josef Rückl in Waldkirchen, wo "teils unverständliche Zahlenspiele" vorgelegt worden seien.

Interessant findet Pollak den Vergleich zur Inspektion Zwiesel, die in etwa ein ähnliches Gebiet wie die Station Waldkirchen zu betreuen habe und wo zunächst ein Abzug vorgesehen gewesen wäre: Dort kämen zur Betreuung auf einen Beamten 580, bei einem Abzug in Waldkirchen hier pro Beamten 1067 Personen. Einfach so stehen ließ Pollak dazu die Tatsache, dass der Polizeipräsident aus Zwiesel, ein Staatsminister aus dem Kreis Regen und der zuständige Polizeisachbearbeiter auch aus jenem Landkreis Regen stamme. Pollak erinnerte an Unterschriftenaktionen und an den Termin 26. November: Da werde der Antrag im zuständigen Ausschuss behandelt.

 

In diesem Zusammenhang ließ Neureichenaus Bürgermeister Walter Bermann nicht unerwähnt, dass Neureichenau bei der Polizeireform ohnehin schon eine Station weggenommen worden sei. pnp vom 4.11.2014

Das Sicherheitsgefühl der Bürger im Raum Waldkirchen hat sich verschlechtert. Deshalb soll die dortige Polizeistation zu einer Polizeiinspektion aufgewertet werden. Das fordern jetzt die Bürgermeister.
 

Hat sich die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl der Bürger im Raum Waldkirchen in den vergangenen Jahren verschlechtert? Waldkirchens Bürgermeister Heinz Pollak meint ja – und mit ihm seine Kollegen Margot Fenzl (Haidmühle), Roland Freund (Jandelsbrunn) und Walter Bermann (Neureichenau). Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Alexander Muthmann (FW) und Bernhard Roos (SPD) fordern sie in einer am heutigen Mittwoch, 21. Mai, unterzeichneten Resolution von  der Bayerischen Staatsregierung, die Polizeistation Waldkirchen zur Inspektion aufzuwerten und dadurch mehr Polizeibeamte in die Region zu schicken. Bewusst nicht mitunterschrieben haben diese Forderung die CSU-Abgeordneten Dr. Gerhard Waschler und Max Gibis.

 

Bis Ende 2007 gab es in den Grenzgemeinden Neureichenau und Haidmühle eigene Polizeidienststellen mit je rund 10 Beamten, deren Zuständigkeitsbereich sich auf das Gemeindegebiet beschränkte. Im Zuge der „Grenzpolizeireform“ wurden diese Dienststellen aufgelöst und in Waldkirchen eine schichtdienstfähige Polizeistation geschaffen. In Waldkirchen, als der größten Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau, war bis dahin lediglich eine Polizeiwache mit zwei Mann Besetzung vorhanden. Die Zuständigkeit der neu gebildeten Station umfasst neben dem Stadtgebiet von Waldkirchen auch noch die Gemeinden Jandelsbrunn, Neureichenau und Haidmühle.

 

„Zunächst war es möglich, fast rund um die Uhr zwei Streifen einzusetzen. Im Lauf der Zeit hat sich aber die Personalstärke sukzessive reduziert, so dass sich die Präsenz im Vergleich zur Anfangszeit deutlich vermindert hat", heißt es in der gemeinsamen Resolution.

 

Und weiter: „Die Sicherheitssituation und das Sicherheitsgefühl in der Region haben sich durch die Verminderung der Stärke der Polizeistation Waldkirchen deutlich verschlechtert. Rauschgift- und Einbruchkriminalität beunruhigen die Bevölkerung zunehmend. Die Einbruchserien in Haidmühle und Lackenhäuser, hinter denen nachweislich ausländische Banden standen, haben ebenso für große Unruhe in der Bevölkerung gesorgt wie die aktuelle Einbruchdiebstahlserie in Waldkirchen und der westlich gelegenen Region um Röhrnbach. Zwei Drogentote Ende letzten Jahres in Waldkirchen geben trauriges Zeugnis davon, dass sich auch die Rauschgiftproblematik wieder verstärkt."

 

Obwohl größte Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau ist Waldkirchen die einzige Stadt im gesamten unteren bayerischen Wald ohne eigene Polizeiinspektion. Die Bürgermeister und Abgeordneten: „Wir fordern hiermit die Bayerische Staatsregierung auf, die Polizeistation Waldkirchen zu einer Polizeiinspektion aufzuwerten und das dafür erforderliche Personal zuzuordnen. Im Zuge gleichwertiger Lebensbedingungen, respektive gleichwertiger Sicherheitsbedingungen im entlegenen, aber wegen der Grenznähe besonders gefährdeten, ländlichen Raum fordern wir geeignete Maßnahmen, um das Sicherheitsbedürfnis und Sicherheitsgefühl unserer Bevölkerung zu erhöhen. Wir bitten um eine nachhaltige Unterstützung." pawo vom 24.5.2014

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