Ilztalbahn

2016

Der Stadtrat hat eine wichtige Weiche für den Regelbetrieb der Ilztalbahn gestellt – allerdings mit Einschränkungen: Die Kommune mit dem größten Anteil am Schienennetz im Landkreis Freyung-Grafenau ist grundsätzlich bereit, sich mit maximal 450000 Euro an den Investitionen für die in ihrem Gebiet notwendigen Bahnübergang-Umbauten zu beteiligen. Maximal 100000 Euro will die Kommune in das Gestalten des Bahnhofsvorfelds investieren. Auch dem Erstellen einer Potenzialanalyse durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft stimmte das Plenum zu – unter drei Bedingungen.

 

Erstens: "Ziel muss eine moderne, zeitgemäße Bahnverbindung sein. Sie soll im Stundentakt bedient werden und zeitlich dem Busangebot mindestens gleichwertig sein." Zweitens: "Die Potenzialanalyse muss unter enger Einbindung der Stadt Waldkirchen erfolgen." Und drittens: "Die Beförderungsmöglichkeiten zu den Waldkirchner Schulen dürfen sich gegenüber dem jetzigen Stand nicht verschlechtern." pnp vom 04.02.2016

2015

Mit der Erstellung einer Potenzialanalyse durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft soll geklärt werden, ob die Ilztalbahn in absehbarer Zeit einen regelmäßigen Personenverkehr aufnehmen und sogar im Stunden-Takt auf der Strecke Freyung-Waldkirchen-Passau und zurück unterwegs sein kann. Die Stadt Waldkirchen zögert bei ihrer Zusage zur Analyse noch. Sie will erst entscheiden, wenn ihr von der ITB genaueres Zahlenmaterial über die Kosten und etwaige Förderungen vorgelegt werden, um so den einzubringenden Eigenanteil der Stadt genauer beziffern zu können. Das wurde mit 19:4 Stimmen so im Stadtrat entschieden. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen und auch ITB-Geschäftsführer Thomas Schrempf war zu Gast, um die Situation darzustellen und Fragen zu beantworten. Mit ein Grund für das Zögern seitens der Stadträte ist unter anderem die Tatsache, dass allein elf größere Bahnübergänge im Stadtgebiet lägen und diese alle mit Beteiligung der Stadt hergerichtet werden müsste. Nun soll die ITB bis 31. Januar 2016 genauere Zahlen liefern. pnp vom 18.12.2015

Drei Seiten ist das Schreiben von Verkehrsminister Joachim Herrmann an den Ilztalbahn-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schempf lang, in dem er sich über den Probe- bzw. Regelbetrieb auf der Bahnstrecke Passau-Waldkirchen-Freyung äußert. Einen Satz hebt der ehrenamtliche Chef des Zugunternehmens heraus. "Insbesondere auf längere Sicht ist die Aktualisierung der Fahrgastprognose wesentliche Voraussetzung für die Evaluierung weiterer Schritte zu einer Ausweitung des Personenverkehrs auf der Ilztalbahn." So interpretiert ihn Schempf: Wenn die ITB nachweist, dass sie täglich mehr als 1000 Fahrgäste transportieren wird bei einem Einstundentakt, dann sind die Weichen für den Regelbetrieb gestellt – ein Probebetrieb, so seine Lesart, sei dann gar nicht mehr erforderlich. "Und ich bin überzeugt davon, dass wir für den Abschnitt Passau-Waldkirchen die 1000-Fahrgäste-Marke überspringen können."

Doch für das Erstellen einer neuen Fahrgastprognose braucht es nach Ansicht der Ilztalbahnfreunde den Rückhalt aus der Region für das Projekt – und deshalb haben sich Schempf und Michael Liebl, der Vorsitzende des Ilztalbahn-Fördervereins, an den Waldkirchner Bürgermeister Heinz Pollak gewandt, der als überzeugter Unterstützer des Bahnkonzepts gilt. Und der Kreisrat der Freien Wähler erklärte sich auch sogleich bereit, einen Antrag an den Kreisrat zustellen, in dem er den Landkreis dazu auffordert, die Initiative für das Erstellen des erforderlichen Gutachtens zu ergreifen.  pnp vom 20.03.2015

 

 

2014

Am 28. Mai 2014 erweiterte sich mit der Ilztalbahn das Netzwerk der Partnerbetriebe des Nationalparks Bayerischer Wald, die für vorbildliche und umweltschonende Betreuung von Gästen in der Nationalparkregion stehen, um einen weiteren Partner. Auf einer Sonderfahrt von Freyung nach Passau und zurück besiegelten Dr. Franz Leibl, der Leiter der Nationalparkverwaltung und Prof. Dr. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH (ITB), die Partnerschaft mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages.

„Mit ihren in diesem Jahr neu bereitgestellten Zügen und ihrem erweiterten Verbindungsangebot ist die Ilztalbahn für alle Naturbegeisterten – Einheimische ebenso wie Touristen – eine wertvolle Bereicherung des regionalen öffentlichen Nahverkehrs: Als eine der landschaftlich schönsten Bahnlinien Deutschlands sorgt sie für eine perfekte Anbindung der Dreiflüssestadt Passau an den Nationalpark Bayerischer Wald und ist mit ihren grenzüberschreitenden Verbindungen außerdem ein attraktiver Zubringer für unseren tschechischen Schwesternationalpark Šumava. Darüber hinaus hat das hohe Maß an ehrenamtlichen Engagements zur Instandsetzung der Strecken höchste Anerkennung verdient“, sagte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

„Wir freuen uns sehr darüber und sind auch stolz darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen ITB und dem Nationalpark Bayerischer Wald zustande gekommen ist. Für uns ist dies ein wichtiger Schritt in der Wertschätzung dessen, was wir mit dem Erhalt der Ilztalbahn zu Infrastruktur und Kulturerbe der Region beigetragen haben“, kommentierte ITB-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schempf die neue Kooperation. „Mit der Partnerschaft von Nationalpark und Ilztalbahn unter­streichen wir außerdem, wie wichtig uns eine attraktive, klimafreundliche Anreisealternative zum Genuss von Natur und Ursprünglichkeit ist. So wird alles ein besonderes Erlebnis: die Reise selbst und der Aufenthalt dort, wo – wie im Nationalpark – Natur Natur bleiben darf“, so Schempf weiter.

Von der neuen Kooperation profitieren in erster Linie Fahrgäste aus dem Raum Passau – Waldkirchen – Freyung, die nach einer Fahrt mit der Ilztalbahn durch das wildromantische Ilztal und den Unteren Bayerischen Wald ab Freyung mit vertakteten Busanbindungen direkt in den Nationalpark weiterfahren können. Damit ergänzt die Ilztalbahn in idealer Weise das Netzwerk der ÖPNV-Anbieter, die sich für umweltschonende Mobilität in der Nationalparkregion stark machen. Um die Fahrgäste bei der Anreise zum Nationalpark optimal und kompetent begleiten zu können, werden die ITB-Zugbegleiter regelmäßig geschult, um ihr Wissen über den Nationalpark aktuell zu halten. So werden die Ressourcen beider Partner ideal im Sinne der Kunden und der Umwelt genutzt.

Unterzeichnet worden war der Kooperationsvertrag im Rahmen einer Ilztalbahn-Sonderfahrt von Freyung nach Passau und zurück. Die Vertragsunterzeichnung selbst fand bei einem Zwischen­stopp in Waldkirchen, dem Sitz der Ilztalbahn GmbH, statt. Die neue Partnerschaft zwischen ITB und Nationalpark würdigten – neben Nationalparkleiter Leibl und ITB-Geschäftsführer Schempf – mit Grußworten auch Jochen Stieglmeier, 1. Vorsitzender des Vereins der Nationalpark-Partner, sowie von Seiten der Lokalpolitik der Freyunger Landrat Sebastian Gruber, Dr. Olaf Heinrich, Bürgermeister von Freyung, Heinz Pollak, Bürgermeister von Waldkirchen, sowie Erika Träger in Vertretung des Passauer Oberbürgermeisters Jürgen Dupper.

Zur Jubiläumsfahrt der Ilztalbahn begrüßte Bürgermeister Heinz Pollak, der Waldkirchner Stadtrat sowie die Stadtkapelle die Reisenden am Bahnhof Waldkirchen.

Zum Antrittsbesuch beim neuen Bürgermeister war die Vorstandschaft des Ilztalbahnvereins mit Sitz in Waldkirchen. Als kleines Geschenk überreichten sie dem Stadtoberhaupt den aktuellen Kalender der Ilzalbahnfreunde.

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